Archiv  - hier findet sich Lesenswertes der vergangenen Zeiten -Datum absteigend

MesseMesseSitzung21.5.: AK-Sitzung: Pünktlich konnte Renate Löhr immerhin 19 Teilnehmer begrüßen, unter ihnen als Gäste Uwe Dietrich, den pädagogischen Leiter der Kinder-Pflegeheimes in Mellendorf sowie Rosemarie Spindler aus Berkhof und Birgit Kull mit Tochter Lena.Frau Kull wollte eigentlich nur wissen, ob sie hier oder wo sonst Gebärdensprache lernen könne, war dann aber zusammen mit Tochter Lena ganz Ohr, als sie hörte, was im AK alles so getan wird und wo man sich engagiert. Resumee: Beide wollen sich als Helfer bei Veranstaltungen etc. einbringen, wenn es nicht gerade Geschäftszeit ist. Nach einer persönlichen Vorstellungsrunde berichtete Uwe Dietrich aus dem Geschehen und Leben des Kinderpflegeheimes, dass in Kürze mit einem Neuzugang eines erst 4 Monate alten Babys zu rechnen sei und der älteste Bewohner 40 Jahre alt ist. Renate Löhr und der Verfasser sind demnächst eingeladen, aber Uwe Dietrich würde sich auch über eine komplette Besuchsgruppe des AK freuen.
Dann konnten sukzessive die Tagesordnungspunkte abgearbeitet werden, immer unter einem gewissen Zeitdruck, da die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen nach 2 Stunden langsam gegen null geht. Der inzwischen von Rainer Gerth kreierte Internetauftritt unter  <Inklusion-wedemark.de>  steht (sonst könnte man diese Zeilen nicht lesen) ebenso wie die Seite des Behindertenbeirates unter  <behindertenbeirat.wedemark.de>  Man beachte die Schreibweise!! Zum Schluss konnte erfreut festgestellt werden, dass der Auftritt des Kabarettisten Rene van Roll am Welt-Behindertentag als gesichert angesehen werden kann, da ein Veranstaltungstechniker aus Hannover die Licht- und Tontechnik im Bürgerhaus auf Sponsoringbasis übernimmt. Ansonsten hätte diese Veranstaltung abgesagt werden müssen. Um 21 Uhr konnte Löhr die Sitzung schließen.
Uwe Nautscher und Christina Seitz waren auf der Inklusions-Messe und haben folgenden Bericht abgeliefert:
Am vergangenen Mittwoch war ich mit Christina zur Jugend- und Erlebnismesse in Hannover im Pavllon. Als wir um ca. 10:30 ankamen, war es sehr voll. Klassenweise Schüler und Jugendlliche sorgten  für eine entsprechende Geräuschkulisse, im Klartext: es war verdammt laut. Nach einer kurzen Orientierung begannen wir unseren Rundgang. Zahlreiche Info-Stände boten Informationen zu vielen Arten von Behinderungen, Hilfsorganisationen und Vereine waren umfänglich vertreten. Auch auf diesen Ständen waren meist jüngere Menschen beschäftigt. Alle waren sehr nett und aufgeschlossen. Wir hörten uns  noch einen Restvotrag eines Basketball  spielenden Rollstuhlfahrers und anschließend den Vortrag mit Diskussion eines Blinden an. Christina probierte auf einem Rollstuhl-Parcous einige Hindernisse und bekam auch sofort fachkundige Hilfe und Rat. Dann brauchten wir erst mal eine Pause. Kaffetrinken und frische Luft waren angesagt. Danach stürzten wir uns wieder ins Getümmel. Es  war aber merklich ruhiger geworden. Die meisten  Schulklassen hatten die Messe  verlassen. Es war für uns einfach angenehmer. Wir sahen noch eine Weil einer Go-Cart Fahrt zu, trauten uns aber als Blinder oder als Rollstuhlfahrerin nicht zu fahren. Zum Schluß gingen wir noch in die Dunkelbar. Hier wurden wir in völliger Dunkelheit von einem Bliden mit Getränken und einer "süßen Überraschung" bedient. Für Christina war das eine völlig neure Erfahrung. Ein Reporter vom  BVN-Radio kam zu uns an den Tisch und machte eine kurze Reportage. Abschließend brachte Christina mich in einen Raum, wo mir eine Version des blinden Tischtennisspielers gegen einen Sehenden beigebracht wurde. Ich erfuhr, dass mein Gegenüber Heiko Kuhlmann heißt und am 31.5. zu uns nach Mellendorf zum Inklusions-Sporttag kommt. Mein Eindruckk: Der  Besuch der Messe hat sich in jeder Form gelohnt. Man sollte  viel Zeit mitbringen, keine Platzangst haben und mit Menschen gefüllten Räumen und der entsprechenden Geräuschkulisse sowie mit schlechter Luft klar kommen. Gegen 16 Uhr verließen wir die Messe mit einer Menge von Eindrücken, netten Gesprächen und Kontakten.

PestalozziPestalozzi21.5.: Mitglieder des AK besuchten die Pestalozzi-Werkstatt in Mellendorf. Martin Mahlau -selbst oft bei den AK-Sitzungen dabei- empfing die Besucher, als da waren Renate Löhr, Uwe Nautscher, Anna Beckmann, Irene Stünkel, Günter Wolff und Rainer Gerth, und erzählte ihnen erst einmal etwas über die Gründung von Pestalozzi, dann die Gründung in Burgwedel und schließlich die Entwicklung hier in Mellendorf. In einen späteren Rundgang wurde den Besuchern gezeigt, dass von sensiblen Verpackungen für Airbags über das Verpressen von Rillenlagern in landwirtschaftliche Ersatzteile, das Herstellen von Magnetspulen bis zu Musterserien von Neuentwicklungen alles möglich ist. Im Reinraumbereich wurden Backverzierungen für Pickerd in Burgwedel abgepackt und dann in 3er-Verkaufsverpackungen einsortiert. Es wird keine Arbeit abgewiesen, sofern nicht die Kapazitäten ausgelastet sind. Die Mitarbeiter, die hier beschäftigt sind, wohnen z.T. in ihren eigenen 4 Wänden zuhause,aber überwiegend in Wohngemeinschaften oder Wohnheimen, fühlen sich sehr wohl in der relativ stressfreien Arbeitsumgebung.

Rotary-Spende20.5.: AK Inklusion wurde von Rotary wieder mit einer 2000,-€-Spende bedacht: Hier der Link zum Echo-Bericht (Copyright Wedemark-Echo, ebenso das Bild)

Inklusporttag12.5.: MTV-Vereinszeitschrift mit Info zum Inklusionssporttag am 31.5.:
"Kabinengeflüster" heißen die MTV-Nachrichten und auf Seite 4 wird mit dem Titel "Inklusion bedeutet Vielfalt im Sport" auf die gemeinsame Aktion am 31.5. hingewiesen.
Die Bildcollage zeigt allerdings den Flyer des Behindertenbeirats, da der gleiche Text in den MTV-Nachrichten bei Schrift "weiß auf rot" online schlecht lesbar ist.

7.5.: Es geht um inkludiertes Wohnen in Bissendorf: Renate Löhr und der Administrator (Rainer Gerth) waren in der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse Planen und Bauen sowie Umwelt, Energie und Gebäudeunterhaltung und haben uns für das Neubauprojekt "Neue Höfe" eingesetzt.  .....mehr lesen

Protesttag2015Protesttag5.5.: Europäischer Protesttag am 5. Mai: Rund um den 5. Mai finden seit 20 Jahren im Rahmen des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung zahlreiche Demonstrationen, Podiumsdiskussionen und andere Aktionen statt. Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe kämpfen für ein Bewusstsein, um die Schere zwischen Lebenswirklichkeit und dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung zu schließen.  Wie erinnerlicvh, hatten wir am 5.5.2014 auf der Wedemarkstraße unsere Aktion "Protesttag" aufgebaut  (siehe Archiv)   Hier ein interessanter Bericht aus  heute.de      hier der Link direkt auf die website mit diversen Videos und mehr

Eingang ???in einem WG-TagesraumComputerraum, Bibliothek, RuhenKollage30.4.: Abordnung vom AK besucht die GBA-Langenhagen: Frau Adlon von der GBA hatte zusätzlich zum Besuch des Kindergartens Domino am Dienstag (siehe Bericht unten) die Einladung zum Besuch der Seniorengruppe „Vielfältig“ schon vor längerer Zeit ausgesprochen. So suchten dann um 10 Uhr verzweifelt die AK-Mitglieder Renate Löhr, Heike Hüper, Monika Hoffmeister,, Rainer Gerth, begleitet von Mahlau (Pestalozzi) und Daniel Diedrich (Gemeinde Wedemark) den Eingang zu den Büroräumen in der Liebigstraße, die mehrfach verkehrstechnisch getrennt ist. Endlich vor dem Haus mit der Nummer 6 stehend, wurden wir in den „Untergrund“ geleitet, denn derzeit befindet sich das Haus wegen Fahrstuhl-Einbau im Umbau. Nun gut, Pia Blättermann, rechte Hand von Frau Adlon, und Kontaktfrau zu den Wedemärkern, hatte uns im Keller geortet und empfing uns dann doch wieder an der Erdoberfläche zusammen mit Sigrun Abig, stellvertretende Wohngruppen-Leiterin.
Flyer WohnenDer GBA gehören in der Liebigstraße, aber auch in der Königsberger Straße und dem Lindenhof mehrere Häuser, wo für Menschen mit geistiger Behinderung Wohnformen unterschiedlicher Art angeboten werden. Wir wurden ins Haus „Vielfältig“ geführt, wo uns im Eingangsbereich eine phantastische Kollage  empfing, die von den Bewohnern selbst gemacht worden war und die Menschen im Haus Liebigstraße 7 darstellt. Die Altersstruktur der Gruppen von zweier- bis siebener-WG geht von jüngeren Menschen (ab 18) bis zu Rentenbeziehern, teilweise arbeitend, in eigenen Werkstätten oder außerhalb, aber dann betreut. Jeder hat sein eigenes Zimmer, dazu die WG-Gemeinschaftsräume wie Tagesraum und Sanitärraum. Es wird gemeinsam gegessen, dazu wurde früher auch gekocht, ist aber heute nicht mehr möglich, jedoch wird „Grünfutter“ –also Salate- immer noch vor Ort geschnipselt. Nach dem Essen gehen viele „nach Hause“, Mittagsruhe machen, können sich aber auch im Hause ausruhen, wofür Sessel oder Liegestätten bereitstehen. Das Angebot ist für jedermann offen von 9 bis 17 Uhr an den Wochentagen. Derzeit haben in den  3 Häusern 104 Menschen mit geistiger Behinderung ihren „Platz an der Sonne“, jedes Haus hat ein komplettes Mitarbeiterteam. Motto ist „Teilhabe am Leben in Gemeinschaft“,  das zeigt auch der Computerraum, wo man ins Internet gehen kann, wo aber auch PC-Schulung z.B. mit Photoshop-Elements angeboten wird, um eben „mit Bildern“ arbeiten zu können, denn die Interessen sind vielfältig: Basteln, Puzzeln, Spiele, Computern usw.

Inklusion-Badminton29.4.: Abordnung von Behindertenbeirat und Seniorenbeirat wurde über "Badminton für Senioren und Handicaps" informiert": Klaus Lempke aus Mellendorf, seit Jahrzehnten im Badmintonsport schon an allen wichtigen Schaltknöpfen tätig gewesen, jetzt Seniorenbeauftragter für Badminton in der Region Hannover, hatte für die ebenfalls von ihm gegründete Senioren- Badminton-Sparte im MTV den Verbandstrainer Michael Mai für den heutigen Mittwoch gewinnen können. Bei diesen vorbereitenden Gesprächen mit Michael Mai fiel Lempke ein, dass Mai ja auch für den Behindertensportverband Niedersachsen tätig ist und da war schnell der Gedanke geboren, Seniorenbeirat, Behindertenbeirat und den Bundestrainer  mal an einen Tisch zu bekommen.
So fanden sich vom Seniorenbeirat (SBR) Erika Ebeling, Rainer Gerth und Wolfgang Preuß zusammen mit Renate Löhr und -fast am Sitzungsende-  Monika Blinne vom Behindertenbeirat (BBR) zusammen mit Klaus Lempke, Dietmar Georgi und eben Michael Mai an einem Tisch wieder. Günter Stechmann mit Vertreter Rudi Ringe begrüßte die Runde, musste sich aber dann schnell entschuldigen. So erklärte dann Lempke den Sinn und den Hintergedanken seiner Einladung namens des MTV und des Verbandes.Da beim neuen SBR das Thema Seniorensport schon kurz gestreift worden war, hörten die drei Beiratsmitglieder interessiert zu, was „der Mai“ zu sagen hatte. Beim BBR hatte das Wort Inklusionssport schon feste Züge angenommen, da seit Monaten fest auf den 31.5. hingearbeitet wird, denn an diesem Tag werden BBR und MTV alle Türen öffnen, um Menschen mit Behinderungen und natürlich auch Senioren mit Sportarten zu konfrontieren, die gerade für diese Klientel geeignet ist.
Lempke erzählte z.B. wie die Badminton-Senioren (Oldies but Goldies) sich warm machen, nicht mit Kraft oder Spurts oder übertriebenen Dehnübungen, sondern mit TaiChi und Quigong, den weichen Warmmachern. Jeder macht das, was sein Körper zulässt. Man möchte nun versuchen, mehr Senioren für den Badmintonsport zu gewinnen.
In Grasdorf besteht eine inklusive Badmintongruppe mit Rollstuhlfahrern und „Normalos“. Renate Löhr vom BBR sieht eigentlich in allen Sportarten die Chance für inklusiven Sport und möchte das unbedingt vorantreiben. Der MTV unter seinem Vorsitzenden Günter Stechmann ist dazu bereit und daher soll dieser 31.Mai ein Anstoß sein, viele Menschen in den neuen Sportpark und die tolle Sporthalle zum Inklusions-Sporttag einzuladen, wenigstens zum Schnuppern.   

DominoDominoDomino28.4.: AK-Teilnehmer besuchten Kindergarten Domino:  Auf Einladung der GBA –Frau Adlon, die allerdings selbst nicht anwesend war- hatten sich Renate Löhr, Heike Hüper, Uwe Nautscher, Rainer Gerth und Daniel Diedrich am 28.4. am Kindergarten getroffen, um diese GBA-Einrichtung zu besichtigen. Freundlich empfing uns Irene Reiser, die zwar schon seit 6 Jahren hier Mitarbeiterin ist, aber erst 2015 die Leitung übernommen hat. Im Mitarbeiterraum stellten sich die Personen gegenseitig vor und diskutierten weit mehr als eine Stunde miteinander. .......weiterlesen

DominoDominoDominoDomino-Flyer28.4.: AK-Teilnehmer besuchten Kindergarten Domino:  Auf Einladung der GBA –Frau Adlon, die allerdings selbst nicht anwesend war- hatten sich Renate Löhr, Heike Hüper, Uwe Nautscher, Rainer Gerth und Daniel Diedrich am 28.4. am Kindergarten getroffen, um diese GBA-Einrichtung zu besichtigen. Freundlich empfing uns Irene Reiser, die zwar schon seit 6 Jahren hier Mitarbeiterin ist, aber erst 2015 die Leitung übernommen hat. Im Mitarbeiterraum stellten sich die Personen gegenseitig vor und diskutierten weit mehr als eine Stunde miteinander.
Frau Reiser kommt aus der UdSSR, hat dort einstens Musik studiert und hier ein neues Studium der Heilpädagogik angefangen und diplomiert abgeschlossen. Im Domino gibt es 4 heilpädagogische Gruppen zu 6 Kindern, betreut von je 2 Mitarbeitern, sowie 2  integrative Gruppen mit 18 Kindern, von je 3 Mitarbeitern betreut.  Insgesamt stehen 60 Kindern dann 18 Mitarbeiter gegenüber.
Während Kinder für die heilpäd. Gruppen auch aus anderen Kommunen  kommen, sind die Kinder in den beiden integrativen Gruppen nur aus der Wedemark. Einmal in der Woche mischen alle Gruppen ihre betreuten Kinder.
Die Kinder sind täglich von 11-12 draußen und Reiser betonte „bei jedem Wetter“. In den Gruppen werden Projekte gemacht und es gibt übergreifende Projekte, insofern ist Domino sicher nicht anders als die Regelkindergärten. Verkehrsunterricht durch Andreas Kremrich, den Kontaktbeamten, gehört ebenso zum Standard wie Besuche in den verschiedenen Grundschulen.
So gut wie alle Leistungen werden im Hause selbst angeboten: Sprachtherapie, Psychotherapie, Krankengymnastik und noch mehr, vieles davon auf Rezept.
Natürlich sind auch Kinder mit Migrationshintergrund dabei, was zwar manchmal wegen der Sprache Probleme mit sich bringt, aber mit Gesten und Erahnen kommt man auf die richtige Spur.
Die GBA ist Leistungsträger vom Kindergarten Domino, der der Lebenshilfe Wedemark gehört, also Vermieter ist. In den letzten Jahren ist viel saniert und angebaut worden, aber wie bei einem normalen Haus hört eine Sanierung an einem etwa 40 Jahre alten Gebäude nie auf.
Am Ende wies Renate Löhr auf die Stellung des Behindertenbeirates hin als Gedankenträger und Vorbereiter für Probleme dieser Menschen, die dem Rat und der Verwaltung dann zugetragen werden. Und so konnte  sie die Abschlussfrage stellen: Was können wir für Sie tun, Frau Reiser?  Und die hatte prompt die Antwort: Wir könnten ganz gut einen Kinder-Rollstuhl und eine Kinderkarre gebrauchen, damit wir gehbehinderte Kinder bei einem Ausflug nicht unbedingt tragen müssen.
Zum Ende dieses Kontaktbesuches führte Irene Reiser noch durch alle Räume –vieles war ja 2014 saniert und sah entsprechend neu und gepflegt aus. Das Mittagessen war in Vorbereitung, es wird von der Pestalozzi-Stiftung angeliefert, und nach der Freistunde draußen werden sich alle mit gutem Appetit an die kleinen Tische setzen, nicht ohne vorher die Hände gewaschen zu haben !

16.4.2015: Sitzungsprotokoll der Arbeitssitzung vom 16.4. ist  hier nachzulesen

10.4.: Kino im Bürgerhaus: Mobiles Kino Niedersachsen war wieder vom Arbeitskreis Inklusion engagiert worden, um in der Wedemark „anspruchsvolles Kino“ zu zeigen, nämlich den Film „Me-Too – Wer will schon normal sein?“  
Zwei kaum unterschiedlichere Personen führt das Leben zusammen in einem Amt für Gleichstellung. Da ist der studierte Daniel (34) mit Down-Syndrom,  einfühlsam und humorvoll, doch ein defekter Fotokopierer kann ihn in den Wahnsinn treiben. Und auf der anderen Seite ist Laura, seine Arbeitskollegin. Laura hat ihr Leben nicht im Griff, mit ihrer Familie hat sie gebrochen, nachts dröhnt sie sich in Diskotheken mit Alkohol zu und schläft wahllos mit fremden Männern. Doch als eine von wenigen nimmt sie Daniel trotz seiner Behinderung ernst. Daniel verliebt sich in sie, erlebt jedoch zunächst eine herbe Abfuhr. Laura muss dann nach Madrid in Familienangelegenheiten, Daniel reist ihr hinterher, um Laura in dieser Situation beizustehen. Die beiden kommen sich wieder näher und gestehen sich gegenseitig ihre Liebe, von der sie aber auch erkennen, dass diese Art Liebe für sie auf Dauer eine Unmöglichkeit ist. Laura erklärt Daniel, dass sie mit ihm in dieser besonderen Situation Liebe machen will, jedoch nur ein einziges Mal, nicht mehr – aber auch nicht weniger, wie Daniel glücklich feststellt. Bei seiner Rückfahrt von Madrid wächst in Daniel die Erkenntnis, dass er zwar noch nicht die Liebe seines Lebens gefunden hat, aber an seinen Erfahrungen gewachsen ist.
Der Film bezieht seine Authentizität aus der Tatsache, dass die Handlung frei an der Lebensgeschichte des Hauptdarstellers Pablo Pineda (* 1974) angelehnt ist, der als erster Mensch mit Down-Syndrom weltweit einen Universitätsabschluss schaffte. Synchronisiert wurde Pineda in der deutschen Fassung vom Schauspieler Sebastian Urbanski, der ebenfalls mit dem Down-Syndrom geboren wurde. (Wikipedia)

9.4.: Mobilitätstraining für Menschen mit und ohne Behinderung: RegioBus hatte erstmals auf dem Parkplatz am Gymnasium von 13-17 Uhr zu einem Mobilitätstraining eingeladen, unterstützt durch die Behindertenbeauftragte der Region, Renate Conrads und auch den Behindertenbeirat der Gemeinde sowie den Arbeitskreis Inklusion. Insgesamt etwa 50 insbesonders ältere Personen haben die Gelegenheit wahrgenommen, entweder mit eigenem "Gefährt" oder Leih-Rollstuhl oder Rollator  den aufgebauten Hindernisparcour und das Hereinfahren in den Bus und wieder Herausfahren zu trainieren. Die Mitarbeiter von RegioBus zeigten alle Hilfe-Möglichkeiten, um diesem Personenkreis die Angst vor der Nutzung eines Busses aufgrund der eigenen Behinderung zu nehmen. Die Firma Meldau hatte einen Hol- und Bringdienst zum Fritz-Sennheiser-Platz eingerichtet für diejenigen, die keine eigene Anfahrmöglichkeit hatten. Die Firma Caremarkt aus Mellendorf zeigte ihr Sortiment für Handikap-Menschen und der Sozialverband hatte ein Zelt aufgebaut, bot Kalt-Getränke sowie Kaffee und Kuchen und reichlich Sitzmöglichkeiten. So konnten sich die Besucher der Veranstaltung bei strahlendem Sonnenschein -schon fast zu warm- gegenseitig nicht nur kennenlernen, sondern auch regen Gedankenaustausch treiben. RegioBus wird diese Art der Veranstaltung in 5 Gemeinden umschichtig durchführen, so dass in der Wedemark  auch in Zukunft jedes zweite Jahr ein Mobilitätstag stattfindet. Hier eine Bilderserie vom Mobilitätstraining

21.2.: "Verrückt nach Paris" - Kino im Bürgerhaus - veranstaltet vom Arbeitskreis Inklusion in Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Familie- hatte endlich die erwünschte Besucherzahl mit geschätzt an die 70 Zuschauer. Hilde muss in einem Heim für Behinderte nur Kartoffel schälen, Karl und Philipp- Contergangeschädigt ohne Arme und nur mit einem Bein- stellen in einer betreuten Werkstatt Watschelenten her. Alle drei sind frustriert und gelangweilt . Eines Tages ist ein Ausflug von Bremen nach Neuwerk angesetzt, doch als alle an den Pferdefuhrwerken durchs Watt abgezählt werden, fehlen die drei. So muss sich Enno, Helfer von Heimleiter Kollakowski, aufmachen, um die drei zu suchen. Aber die sitzen dank Hilfe ihres ICE-Schaffnerfreundes bereits im Zug nach Köln. und von dort geht die Reise weiter.........Es entwickelt sich ein temporeiches Road-Movie, das an Witz und Situationskomik manch andere Komödie in den Schatten stellt und an dessen Ende die drei mit beneidenswerter Kraft und Verstand die Verwirklichung ihrer Träume vorangetrieben haben.

19.2.: Arbeitskreis Inklusion verabschiedet Mona Achterberg und begrüßt Daniel Diedrich: Bei der heutigen Sitzung des AK Menschen mit und ohne Behinderungen freute sich Renate Löhr, dass es Mona Achterberg gelungen war, zeitig von ihrem neuen Job bei der Region Hannover nach Bissendorf zu kommen.  Nachdem die langjährige Gleichstellungsbeauftragte Regina Niehoff durch Pensionierung das Amt der Gleichstellungsbeauftragten und "Bündnis"-Vorsitzenden an Mona Achterberg übergeben hatte, war Achterbergs erster "Einsatz" die Organisation des "Spektakels" mit und um "Rosis Knallerbsen" im Herbst 2013. Von da an unterstützte Achterberg den Arbeitskreis und gab Hilfestellung, wo sie konnte auch für die Gründung des Behindertenbeirates. Sie war bei jeder Aktion immer Ansprechpartner für die Inklusionsgruppe und regelte auch den Ausgleich auf der Kostenseite schnell und unbürokratisch. Nun ist sie nach Hannover abgeworben worden, aber heute konnte ihr die Mannschaft (oder besser Frauschaft) um Renate Löhr mit einem Präsent noch einmal Danke sagen für die geleistet Arbeit. Danke Mona!!
Zeitgleich durfte die Gruppe dann Daniel Diedrich (erinnert so an Daniel Düsentrieb!) als neuen Betreuer für die Inklusionsgruppe willkommen heißen. Daniel Diedrich ist aber nicht nur für den AK zuständig in der Gemeinde, u.a. betreut er auch die Feuerwehren der Wedemark. Herzlich willkommen, Daniel! Folgende weitere Beschlüsse wurden gefasst: Die Gemeinde möge bitte die Verkehrsampeln mit einem zusätzlichen Akustiksignal versehen für Hörbehinderte und Blinde, aber auch für vorwitzige Kinder wichtig. Dann stellte sich Pia Blättermann von der GBA, Langenhagen, vor und man verabredete sich zu einem gemeinsamen Gespräch mit Frau Adlon, der Geschäftsführung der GBA, zwecks engerer Zusammenarbeit. Zur Sprache kam noch der Stand der Vorbereitungen für den "Tag der offenen Türe" beim MTV Mellendorf am 31.5., wo spezielle Sport-Angebote für Menschen mit Behinderungen vorgestellt werden sollen.

15.1.2015: Erste Sitzung des Arbeitskreises Inklusion in 2015: Renate Löhr konnte "ein volles Haus" im Sitzungszimmer konstatieren, denn es waren 23 Personen zu begrüßen, unter Ihnen als Gäste Saskia Adlon und Pia Blättermann von der GBA (Gesellschaft für Behinderten-Arbeit) und Vienna Windmann vom Team Sozialmedizin und Behindertenberatung der Region Hannover. Saskia Adlon stellte dem AK noch einmal die GBA vor, die bekanntlich Mitte letzten Jahres das 40-jährtige Jubiläum mit einem Festakt im Langenhagener Rathaus feierte. Die Arbeit der GBA ist äußerst umfangreich, im Detail hier eigentlich nicht wiederzugeben, denn auf verschiedenen Ebenen werden insgesamt 350 Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen betreut. In der Wedemark zählt der Kindergarten Domino in Mellendorf zum GBA-Konzept, was Susanne Kopp von Seiten der Lebenshilfe dann auch noch einmal etwas genauer beschreiben konnte. Vienna Windmann als Mitarbeiterin im Regionsteam für Sozialmedizin und Behindertenberatung stellte sich und die Möglichkeiten Ihres Teams vor. Eine große Freude konnte dann Günther Wolff den Anwesenden verkünden und zeigen: Aus dem Gewinnsparen der Volksbank Hannover waren dem AK Inklusion als einer der bei der letzten Ausschüttung bedachten Institutionen 750 € zugeflossen. Wie das? Beim letztjährigen "WEDEmarkt" hatte der AK ja bekanntlich einen Stand bei Kaesler aufgebaut mit Rollstuhl-Parcour und anderen "Übungsteilen" und da hatte Günter Wolff Frank Felgner von der gegenüber liegenden Volksbank angesprochen, welche Möglichkeiten zur Unterstützung des AK bestünden und das Ergebnis lag nun auf dem Tisch: 750 € , die helfen, Aktionen etwas leichter anpacken zu können. Gegen Schluss wurde noch einmal herzlich darum gebeten, das von Gabriele Bartels initiierte Filmprojekt mit einem Besuch des sehr bekannten Pilotfilms (aus Wettbewerbsgründen darf der Name erst vor der Aufführung bekannt werden) am 30.Januar um 19 Uhr im Bürgersaal  mit ziemlich vielen guten, vielleicht besten Freunden zu besuchen, um eine Fortsetzung dieser tollen Projekt-Idee zu sichern.

4.12.2014 um 19:30 im Bürgerhaus: Däumchen drehen - Keine Hände - Keine Langeweile -- Anläßlich des Weltbehindertentages hatte der Arbeitskreis Inklusion in Verbindung mit dem Bündnis für Familie den großartigen Kabarettisten Rainer Schmidt, ohne Arme geboren, Pfarrer, vormals 4-facher Tischtennis-Weltmeister bei den Paralympics in die Wedemark eingeladen. Schmidts Motto: „Lieber Arm ab als arm dran – Grenzen haben, erfüllt leben“. Und so konnten etwa 65 Besucher einen Rainer Schmidt erleben, der eine Rakete nach der anderen zündete. Vor seinem Auftritt gab es aber noch eine Sondervorstellung der Gruppe "TanZen" der Pestalozzistiftung Burgwedel mit Behinderten von jung bis alt und quer durch alle Behinderungen. Mit großem Applaus wurde die Gruppe von den Besuchern verabschiedet, jedoch blieben die Akteure noch als Besucher dabei, um auch selbst dann die knapp zweistündige Gala-Vorstellung von Rainer Schmidt zu erleben.  Nun aber zum Hauptakteur des Abends: Rainer Schmidt - Ihr Auftritt !!
Vielleicht gibt es Stimmen, die behaupten “lieber reiner Wein als Rainer Schmidt“ und diesen Kalauer bezieht er durchaus auch auf sich, wie Schmidt mir gestern bestätigte und zeigt damit bereits, dass er sich selbst den ganzen Abend eigentlich aufs Korn genommen hat. Er erzählt authentisch, sprachwitzig und natürlich ohne erhobenen Zeigefinger vom Glück und Pech des Außergewöhnlich-Seins. Aus seinem ganz alltäglichen Leben ergeben sich die skurilsten Situationen und damit die Anekdoten für den Abend, der eine Lachsalve nach der anderen auslöste. „Förderstufe für Blinde? Da könnt ihr hingehen, solange ihr wollt, das wird nichts mehr! Oder ich werde heilig! “ oder die Geschichte vom Bodensport mit der Beinschere, wo keiner mehr durchkam ohne Blessuren dank der Stahlschiene in der Prothese. Jede Szene ist echt und soll das Leben zeigen, was Menschen mit Behinderungen so erleben – natürlich läuft dabei nicht jeder ohne Arme und Hände rum. Besonders der Fragenblock „fragt mich, was ich nicht kann?“ ans Mitmach-Publikum brachte viele Lacher. "Handstand!!" Leichtes Kopfkratzen, dann die Antwort: „Stimmt, aber jetzt Hände hoch : Wer von Euch kann keinen Handstand?“ Und als dann etwa 60% der Hände hochgingen, kam der spontane Klopfer aus dem Munde von Schmidt: Ich stelle fest, die Wedemark ist zu 60% behindert!“ So ging es munter weiter, mal derb, mal feinsinniger. Ob von der Geburt, aus der Kindheit oder Schulzeit (mit dem Füßen schreiben lernen? Ich habs geworfen), ob vom Sport, von seinen Reisen im Zug oder vom Kirchentag, immer bringt er etwas mit für seine Zuhörer.
Der Abend war eine ungemeine Bereicherung für alle und hatte zudem die Lachmuskeln für eine ganze Woche strapaziert. Danke, Rainer Schmidt! Hier die Bilderserie

22.11.: 3.Selbsthilfetag im Bürgerhaus: Das Bündnis für Familie unter Mona Achterberg hatte den dritten Selbsthilfetag organisiert nach 2012 und 2013, um den vielen Gruppen, die sich mit dem Thema "Selbsthilfe" befassen, für einen Tag ein Podium zu bieten. Um 11 Uhr konnte Rebecca Schamber in Vertretung von BM Zychlinski in bewährter Souveränität die Gruppen begrüßen und auf die wichtige Funktion solcher Selbsthilfe innerhalb unserer Gemeinschaft hinweisen. Der besonderer Dank galt dabei vor allem Michael Wilken, der als "Gruppen-Guru" für die Menschen mit Atemwegs-Erkrankungen diesen Tag maßgebend initiiert und vorbereitet hatte. Insgesamt hatten sich diesmal im großen Bürgersaal aufgebaut der Arbeitskreis Menschen mit und ohne Behinderung (Inklusionsgruppe) zusammen mit dem Behindertenbeirat, dann der SoVD, der Ambulante Hospizdienst Burgwedel-Isernhagen-Wedemark, die BEST-Beratungsstelle, die Christlichen Samariter (Verein zur Hilfe beim Sektenausstieg), Deutscher Diabetiker-Bund, die schon erwähnte Patientenliga Atemwegserkrankungen, KIBIS (Kontakt-, Informations- und Beratungstelle für Selbsthilfegruppen -sozusagen die Stelle, wo man eben alles erfahren kann, wer für oder gegen was Hilfe bietet), die Selbsthilfegruppe gegen Suchtkrankheiten bei der ev.Kirche Mellendorf, und erstmals dabei die Deutsche Myastheniegesellschaft und Animal Panel, eine Art "Tafel" für Futterspenden für tierische Begleiter von Bedürftigen und mit vielen Hilfestellungen darüber hinaus für Bedürftige und ihre Tiere. Nicht zu vergessen die Stiftung für Behinderte und natürlich auch der "Bündnis"-Stand, denn unter dem Dach des Bündnis für Familie haben ja viele Gruppen ihre organisatorische Heimat. Bei der Inklusionsgruppe konnte man wie in den Jahren zuvor die exzellent von Sylvia Dippel hergestellte und kredenzte "Inklusionssuppe" genießen. Im kleinen Sitzungszimmer bestand die Möglichkeit, Vorträge zu folgenden unterschiedlichen Themen zu hören: Hörhilfen - Ambulater Hospizdienst - Bedeutung von Selbsthilfegruppen in der patientenorientierten Medizin - chronisch obstruktive Lungenerkrankungen.

21.10.: Wichtiger Öffentlichkeitstag des Behindertenbeirates: Der NDR1-Niedersachsen war mit seiner Sendung "Jetzt reicht´s" heute im Bürgerhaus, um das heiße Thema "barrierefreie Arztpraxen mit Kassenzulassung" mit Geladenen und Gästen aus dem Publikum zu diskutieren. Hans-Jürgen Otte, der diese Sendung seit Jahren moderiert, war ganz angetan von unserem Bürgerhaus, wie er mir sagte. Geladene Podiumsteilnehmer waren Dr. Elbert, Augenarzt aus Mellendorf - Dr.Bernhard Specker, der Gerschäftsführer der KVN und Gabriele Wolff vom Behindertenbeirat. Leider war die ebenfalls geladene Augenärztin Mara Borovsky, um die es letzlich ging mit dem Thema "Kassenzulassungen", verhindert gewesen. Besonders enttäuschend war die Tatsache, dass sich kein Vertreter der Krankenkassen getraut hatte, an dieser Diskussion teilzunehmen.So begrüßte pünktlich Renate Löhr alle Anwesenden und das NDR-Team, welches bereits seit 2 Stunden am Aufbau gewerkelt hatte. Dann übernahm Moderator Otte die Führung, nachdem zuerst die Leitmusik von "jetzt reicht´s" eingespielt worden war, übrigens auch immer zwischendurch mal. Die Fragestellungen wechselten zwischen Moderator, Wolff und Publikumsfragen hin und her und die beiden Podiumsgäste Dr. Elbert und vor allem Dr. Specker mussten antworten. Fazit vorweg: Der Mann, um den es ging, Dr.Specker als Vertreter der KVN, wand sich aus allen Fragen heraus und blieb immer wieder bei dem Hinweis, dass die Region mit 116% überversorgt sei und den Patienten durchaus Wege bis zu 20 km zugemutet werden könnten. Auf die von einigen Gästen angesprochene UN-Konvention für Behinderte bezüglich der Zumutbarkeit solcher Wege blieb er hart. Den Hinweis auf die Möglichkeit einer Sonderzulassung, auf die auch die neue Burgwedeler Augenärztin, die im Publikum saß, hofft, ließ er nichtssagend an sich abtropfen. Auch Bürgermeister Zychlinski wurde interviewt und befragt zu dem relevanten Thema. Natürlich konnte er nur darauf verweisen, dass es zwar wünschenswert sei, wenn Wedemärker Bürger hier behandelt werden könnten, aber in die Selbstverwaltung der Kassen könne eine Gemeinde nicht eingreifen. Und für die Praxisausgestaltung müsse auch jeder Arzt selbst aufkommen. Um 19 Uhr ertönte sozusagen der "Schlussgong", obwohl noch viele Fragesteller nicht zu Wort gekommen waren. Insgesamt etwa 50 Besucher konnten gezählt werden, wobei das Thema "barrierefreie Arztpraxen (mit Kassenzulassung)" bei steigendem Alter für jeden relevant ist, für den einen früher, für den anderen später. Mehr Besucher wären wünschenswert gewesen. Hier eine kleine Bilderserie

21.8.: Sitzung des Arbeitskreises (AK) Menschen mit und ohne Behinderungen im Bürgerhaus
Renate Löhr konnte die schier unglaubliche Zahl von 25 Teilnehmern begrüßen, soviel waren noch nie zum AK-Termin erschienen, wie Heiner Peterburs nochmal am Schluss konstatierte.
Der besondere Gast war heute Corinna Cieslik-Bischoff, die den Therapiegarten des Vereins "Grüne Stunde e.V." vorstellte. .......weiterlesen

21.6.: Inklusionsfahrt nach Hildesheim zum Roemer-Pelizaeus-Museum: Dank einer Spende des Rotary-Clubs Langenhagen-Wedemark, analog zum vergangenen Jahr für eine Fahrt in den Kurpark von Bad Pyrmont, brauchten die Teilnehmer, die sich zu dieser Fahrt angemeldet hatten, nur eine kleine Pauschale für Fahrt, Eintritt und Kuchengedeck zu zahlen. So fanden sich gegen Mittag 30 Menschen mit und ohne Behinderungen am Bürgerhaus zu dieser Fahrt ein. Ab 11:30 konnte bei dem Spezialbus von Artal mit seinem Hublift für Rollstuhlfahrer eingecheckt werden und das geht ja nicht so schnell wie bei einer normalen Reisegruppe, denn die Rollstuhlfahrer müssen -auf ihren Stühlen sitzend- wie auf einem Autotransporter verzurrt werden. Aber pünktlich 12 Uhr ging es los und Renate Löhr konnte im Bus die Teilnehmer begrüßen und etwas über den Ablauf des Nachmittages und den Besuch im Museum sagen. Wer etwas über das Museum wissen will, wird hier fündig. Um 13:30 wurde die Gruppe dann von dem Führungsteam des Museums in Empfang genommen, einiges erklärt und dann ging es "durch den Tunnel" in den großen Raum der Ausstellung "Mit allen Sinnen". An der Eingangstür wies eine Tafel mit unterschiedlichen, zu ertastenden Oberflächen auf die verschiedenen Gebiete der Ausstellung hin, die außerdem alle Erklärungen zusätzlich in Blindenschrift sowie mit kleinen Displays und zugehörigem Kopfhörer auch in Gebärdensprache verständlich macht. In dieser Ausstellung kann, darf und soll man alles anpacken (daher der Name Museum der Sinne). Zusätzlich konnte man eine Sonder-Ausstellung zum Thema "Sterben die Bienen-sterben wir Menschen" und auch über chinesisches Porzellan sehen. Eine besondere Attraktion war die Riesen-Türe aus Bronze-Guß aus dem 11.Jahrhundert mit Darstellungen in jeweils 6 Feldern aus dem alten und neuen Testament, die heute zum letzten Male hier gezeigt wurde, denn nach der 4-jährigen Restaurationszeit des Domes werden nun alle Kunstwerke, die ausgelagert waren, wieder in den Dom gebracht und somit auch diese zweiflügelige Türe abgebaut und im Dom wieder eingebaut. Nachdem unser Guide über 45 min seine Pflicht getan hatte, uns schlau zu machen, wartete im "NIL", dem Museums-Cafe, ein Kaffeegedeck auf jeden. Danach pilgerten alle Teilnehmer zur Michaeliskirche, Weltkulturerbe (1022, kriegszerstört 1945, wieder aufgebaut von 1946-1960), um sich einerseits von der Schlichtheit, zugleich von der Attraktion der Balkendecke mit der kunstvollen Bemalung beeindrucken zu lassen. Natürlich durfte nicht der Blick auf den Sarkophag mit Bernward ausgelassen werden. Wer wollte, konnte noch einen kurzen Abstecher auf den attraktiven Marktplatz machen, um vor allem das in den 70er Jahren nach Brand wieder aufgebaute Bäckeramtshaus zu besichtigen. Unterdes hatte Mike Artal mit seinem Bus vor der Michaeliskirche gewartet und so konnte die Reisegesellschaft nach einem Gruppenfoto und in der Gewißheit, einen tollen und informativen Nachmittag erlebt zu haben, wieder die Heimfahrt antreten. Gitta Jansen bedankte sich für die umfangreidche und gut vorbereitete Organisation bei Renate Löhr mit einem kleinen Präsent und Mike Artal bekam noch eine kleine Kollekte für die gute Fahrt und Betreuung im Bus. Renate Löhr fand zum Abschluß noch einmal die richtigen Worte an die Spender von Rotary (Präsident Dr. Werner Krausnick und seine Frau waren allerdings mit dem Wagen vorausgefahren), die es ermöglichen konnten, Menschen mit Behinderung auf diese Weise etwas zu erleben zu lassen, was sie sonst aus Kostengründen niemals selbst unternehmen würden und könnten.

19.6.: Der Arbeitskreis "Menschen mit und ohne Behinderungen" hatte Besuch aus Helstorf: Manfred Lindenmann, Ortsrat-Mitglied in Helstor und Ratsmitglied in Neustadt, sowie Ingo Claus, im Kirchenvorstand, hatten sich auf den Weg gemacht, um beim AK als Gäste mal mit zu erleben, was die Wedemärker so "treiben" bzw. bewegt. So wurden die Besucher gebeten, vor der eigentlichen  AK-Sitzung mal zu erzählen, warum sie heute in Bissendorf zu Gast seien. Lindenmann und Claus konnten dann recht eindrucksvoll darlegen, wie schwer die Situation im Neustädter Gebiet sei. Viele der kleinen Ortsteile haben nur bis zu 50 Einwohner und da gäbe es schon nahezu keine "Normalos" auf der Straße zu sehen, geschweige denn Behinderte, sofern es welche gäbe. Behinderte Menschen würden sich in ihren Wohnungen verkriechen und dann langsam "vergessen". Daher könne man auch niemanden ansprechen. Etwas anders, aber nur etwas, wäre die Situation in der Neustädter Kernstadt. Wenn z.B. ein Behinderter (Rollstuhlfahrer in diesem Falle) ohne Fahrzeug und/oder ohne Möglichkeit, Freunde zu bitten, auf ÖPNV zum Besuch einer Veranstaltung angewiesen ist, muss diese Fahrt 2 Tage vorher angemeldet werden. Menschenverachtend!!!! Die beiden Besucher zeigten sich begeistert über das, was "unsere" (der Berichterstatter zählt sich durchaus dazu!!) Gruppe in ganz kleinen Schritten im Laufe von 3 Jahren etwa erreicht hat. Renate Löhr und auch Gabriele Wolff betonten aber unisono, dass nichts geht, wenn die Politik und die Parteien und Ratsmitglieder nicht mit im Boot sitzen. Leider stehen auch immer wieder negative Berichte zur Diskussion, hier erneut die Bebauung des ehemaligen Bauamtsgeländes durch die KSG (Kreissiedlungsgesellschaft), deren Geschäftsführer zwar immer wieder beim letzten Treffen mit Senioren- und Behindertenbeirat betonte, alles wäre noch umplanbar, aber "gefühlt" hatten die Gesprächsteilnehmer eher den Eindruck, dass bereits alles fest verplant war. Gemeinsam soll noch einmal die nächste Ausschussitzung "Planen und Bauen" dazu genutzt werden, auf die Politik dahingehend einzuwirken, die Wohnungsgrößen besser auf ältere Menschen mit Quadratmetergrößen um 60-70m² und Menschen mit Behinderungen, also in jedem Falle barrierefrei, umzuplanen. Das ist in jedem Falle eine Aufgabe der Politiker und dann der Verwaltung, bei der Vergabe von kommunalem Grundstücken hier durch feste Vorgaben diese Bürgerschicht im Blick zu haben. Auch diese Bürger zahlen Steuern und wollen nicht von der Politik in die "Vergessen"-Ecke geschoben werden, nur weil der Profit auch bei der KSG im Vordergrund steht. Vielleicht haben die KSG-Geschäftsführer vergessen, was vormals der Wortanteil "siedlung" eigentlich mal als Verpflichtung bedeutet hatte.
Zum Schluss der AK-Sitzung wurde noch beraten, wie und was auf dem "Wedemarkt" in Mellendorf auf dem Parkplatz bei Käsler am 6.7.  von 11-17 Uhr gezeigt werden soll, um "normale" Menschen mal zu bewegen, selbst einen Rollstuhl zu fahren, einen Rollstuhlfahrer zu schieben ohne von der Rampe zu stürzen, wie ein Blinder Gegenstände ertasten und vieles, vieles mehr. Zuletzt noch einmal der Hinweis auf die Fahrt im Spezialbus von Artal zur Sonderaustellung im Hildesheimer Römer-Pelizäus-Museum.

25.4.: Inklusionsfrühstück in der Mohmühle in Gailhof: Auf Einladung von Familie Niermann konnte das allmonatlich am letzten Freitag angesetzte Inklusionsfrühstück heute in der Mohmühle stattfinden, also Bewohner der Mohmühle und „Inklusions-Frühstücker“ zusammen in geselliger Runde. Die Einladung war vom Senior Günther Niermann anläßlich des Besuchs von Sozialministerin Cornelia Rundt bei der Frühstücksgruppe vor 2 Monaten ausgesprochen worden. Aufgrund Erkrankung konnten nun nur der Juniorchef Kai Niermann und Maria Thöne als Heimleiterin die große Runde begrüßen, zu der außer den ständigen Teilnehmern sich heute Konstanze Beckedorf und Heiner Peterburs gesellt hatten. Renate Löhr stellte ihrerseits die Gruppe vor und dann stellte Kai Niermann den Heimbeirat vor. Nach dem üppigen Frühstück, welches sich naturgemäß etwas hinzog, führte Maria Thöne die Gruppen durch die verschiedenen Therapiewerkstätten und das weiträumige Außengelände. In den Therapiewerkstätten werden die unterschiedlichsten Gegenstände gebastelt und an die Beschicker von z.B.Weihnachtsmärkten verkauft. Aufwändig ist dabei die Herstellung von Tiffany-Glasprodukten (z.B. Fenster-Hänger), da kommt es auf große Feinfühligkeit beim Brechen der Scherben an, um mit wenig Verlust zu arbeiten. Für uns Besucher eine sehr informative Frühstücksrunde.

24.4.: AK tagte im Campus W in Mellendorf : Es muss noch einmal ausdrücklich herausgestellt werden, dass der Arbeitskreis nicht identisch ist mit dem Behinderten-Beirat. Allerdings sind über 3 Jahre intensiver Arbeit dieses Arbeitskreises die Grundlage für die Installation eines Behinderten-Beirates gewesen. Der AK ist eine Institution, in der viel Vorarbeit für das Gremium "Behinderten-Beirat" geleistet wird, weil nahezu alle Mitglieder des BHB auch ständig beim AK und auch beim Frühstückstreff dabei sind. Am heutigen Tage wurde u.a. besprochen, wie sich der AK und der Behinderten-Beirat am "Europäischen Protesttag" am Dienstag, 6.Mai, in Mellendorf aufstellen will. Es wird eine lose Standgruppe aus verschiedenen Gruppen zwischen Schuh-Kohne und Volksbank geben, die sich unterschiedlich präsentieren und erklären wollen, was es mit diesem "Protesttag" auf sich hat. Ein "Cafe-mobil" wird da sein, es wird einen Buchflohmarkt geben, wo man für "fast geschenkt" jede Menge Kochbücher ergattern kann. Standbetreiber werden versuchen, ihr Anliegen den Menschen im Dorf nahe zu bringen, speziell "Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am täglichen Leben in Gemeinschaft mit Nicht-Behinderten". Dazu hat die Gruppe einen Flyer (Handzettel) entworfen, der verteilt wird und der kurz und bündig zeigen soll, was Arbeitskreis und Behindertenbeirat den "Normalos" vermitteln wollen. Es wurde weiterhin ein Brief an die Verwaltung verfasst, wo gefordert wird,  ähnlich Wohnpark Burgwedel oder Pflegezentrum-Heinemann-Hof in Bemerode Bauvorhaben zu fördern, die wieder das Wort Sozial im Namen führen. Neben ausgewiesenen Bauvorhaben, die zwar nach außen hin mit der Behauptung "Barrierefrei" oder "Barrierearm" werben, aber letztlich doch konventionell sich am Markt orientieren wollen, gibt es keine echten Angebote etwa um 65-80m² zu sozialverträglichen Mietpreisen. Dieses Genre ist total in unserer Wedemark vergessen worden und daher ist es dringend geboten, die Verwaltung hier auf das richtige Gleis zu setzen.
Weiterhin wurde die Fahrt zum Roemer-Pelizäus-Museum am 21.Juni nach Hildesheim besprochen sowie eine Einladung zum Bundestag nach Berlin am 26.September

20.3.: Arbeitskreis Menschen mit Behinderungen tagte im Bürgerhaus: Heute waren erstmalig die Reihen im Sitzungszimmer etwas mehr geschlosen, denn alle Behindertenbeiratsmitglieder und einige Stellvertreter waren neben den "alten AK-Besuchern" diesmal dabei. Renate Löhr  musste aufgrund ausgefallener Batterie ihres "Wandermikrofons" (ohne das sie die anderen nicht hören kann) die Gesprächsleitung an Gabriele Wolff abgeben. Es begann dann mit der Generalfrage "Was soll in Zukunft der AK machen, soll er erhalten bleiben?" Hierzu äußerten sich einige Mitglieder mit dem Resumee, der AK soll sozusagen als Keimzelle der Arbeit im Behindertenbeirat erhalten bleiben. Löhr berichtete dann von einem Presseartikel über das "Rittelmeyer-Haus" im Zooviertel, welches von der freien Christengemeinde barrierefrei umgebaut worden war und sehr moderate Mietpreise für Menschen mit Behinderungen bietet. Der AK will bei Gelegenheit dort einmal einen Besuch vereinbaren, um Ideen für die Wedemark zu bekommen. Die Lebenshilfe Wedemark will sich am 7.Mai von 11-17 Uhr am "Europäischen Protesttag" beteiligen, und zwar in Mellendorf mitten im Dorf, möchte dazu weitere Gruppierungen, u.a. die Pestalozzi-Werkstatt in Mellendorf mit einbinden, um eine breite Aufmerksamkeit zu erreichen. Mehr darüber zur gg. Zeit. Bei der Gelegenheit stellte Löhr fest, dass sowohl der Behindertenbeirat als auch der AK überhaupt kein Druckstück (Neudeutsch Flyer) hat, welches erklären könnte, was man macht, außerdem möchte man im eigenen Kreis versuchen, ein aussagefähiges Logo zu kreieren. Mona Achterberg als Bündnis-für-Familie-Beauftragte will sich um die Druckstücke kümmern. Außerdem ist angedacht, im Sommer eine 2-Tages-Klausurtagung in Bad Bevensen zu machen, um sowohl die Zusammenarbeit zwischen AK und Behindertenbeirat (BHB) zu forcieren, aber auch, um wirklich in Ruhe die Themen der näheren und weiteren Zukunft zu fixieren. In Fortsetzung der Halbtagesfahrt 2013 nach Bad Pyrmont soll am 21.Juni 2014 eine Halbtagesfahrt zum Roemer-Pelizaeus-Museum nach Hildesheim gemacht werden. Hierfür wird wieder der Spezialbus von Artal-Reisen angeheuert, der bis zu 4 Rollstuhlfahrer neben 24 Standardsitzen aufnehmen kann. Mitfahren können Menschen mit und ohne Behinderungen. Diese Fahrt wie auch die Klausurtagung sind kostenseitig weitgehend durch Sponsorengelder gedeckt, es wird für jeden Teilnehmer nur ein kleiner eigener Kostenbeitrag übrig bleiben. Weiteres wird zeitnah in der Presse und in der <bissendorf-online> bekannt gegeben.